Antibiotika - Darmflora wieder aufbauen

Darm Antibiotika

Die Einführung des Antibiotikums zählt zu den wichtigsten medizinischen Fortschritten des 20. Jahrhunderts. So nützlich und wirksam diese Medikamente auch sein mögen, es gibt leider auch eine lange Liste an negativen Aspekten, die durch die Einnahme von Antibiotika hervorgerufen werden können. Gerade in den letzten Jahren ist die vermehrte Einnahme von Antibiotika häufig stark kritisiert worden. Denn hier handelt es sich um Medikamente, die zur Behandlung bakterieller Infekte eingesetzt werden. Diese Arzneimittel haben, wie der Name schon sagt, das Ziel, schädliche und krankmachende Bakterien abzutöten. Der Einsatz von Antibiotika ist dann notwendig, wenn schlechte Bakterien in den Körper eingedrungen sind und sich dort vermehren. Denn dort können sie zum einen Entzündungen auslösen und zum anderen die Organe schädigen. Generell gilt, hast du Antibiotika eingenommen, solltest du deiner Darmflora danach dringendst wieder etwas Zuneigung schenken!


Was passiert bei einer Antibiotika-Einnahme?

Antibiotika werden eingesetzt, wenn der Körper von schädlichen Bakterien - nicht Viren -  angegriffen wird. Sie unterstützen den Körper bei der Abwehr dieser schädlichen Bakterien, indem sie die bakteriellen Erreger abtöten. 

ACHTUNG: Gegen Viren helfen Antibiotika demnach nicht und sollten auf keinen Fall eingenommen werden!

Es wird generell zwischen Breitband-Antibiotika und Schmalband-Antibiotika unterschieden. Die Breitband-Antibiotika wirken gegen mehrere bakterielle Erreger gleichzeitig und werden oft dann verschrieben, wenn nicht ganz klar ist, um welchen Infekt es sich handelt. Schmalband-Antibiotika wirken hingegen nur gegen eine kleine Anzahl spezifischer Erreger. Daher kann es vorkommen, dass durch die Einnahme von Breitband-Antibiotika leider auch nützliche Bakterien getötet werden. Hierbei gibt es auch zwei verschiedene Wirkungsweisen der Antibiotika - die einen töten die “schlechten” Bakterien direkt ab, die anderen verhindern nur, dass sie sich weiter vermehren.

Viele Menschen merken schon während der Einnahme von Antibiotika unangenehme Nebenwirkungen, wie Blähungen, Durchfall oder Übelkeit. Antibiotika schlagen also auf den Magen und auch auf den Darm! Warum das so ist, erfährst du hier.


Was passiert dabei mit deiner Darmflora?

Antibiotika greifen leider nicht nur “schlechte”, also krankmachende sondern auch nützliche, für die menschliche Gesundheit essentielle Darmbakterien an. Das kann dazu führen, dass die Darmflora nach der Einnahme aus dem Gleichgewicht gerät. Das heißt, dass die Einnahme von Antibiotika zu einer sogenannten Dysbakterie führen kann - einem krankhaften Bakterien- Ungleichgewicht. Wenn die Bakterien in deinem Darm im Ungleichgewicht sind, kann dies von allgemeinen Darmbeschwerden bis hin zur Ausbildung von Autoimmunerkrankungen, einem geschwächten Immunsystem, diversen Lebensmittelunverträglichkeiten, Übergewicht und selten sogar zu psychischen Störungen führen. 

Während der Einnahme von Antibiotika nimmt also die Bakterienvielfalt in unserer Darmflora ab. Noch ist nicht ganz klar, was das für langfristige Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben kann. Generell wird jedoch davon ausgegangen, dass eine geringere Bakterienvielfalt unsere generelle Gesundheit in verschiedensten Formen negativ beeinflusst. 

Gerade für Frauen hat die Einnahme meist auch eine direkte negative Auswirkung auf die Scheidenflora, daher sind Frauen während und kurz nach der Einnahme von Antibiotika auch viel anfälliger für Scheidenpilz. Denn Antibiotika wirken nicht nur im Darm, sie greifen im selben Zug auch die nützlichen Milchsäurebakterien der Scheidenflora an und können diese zum Teil sogar abtöten.

Leider haben Antibiotika meist einen gesundheitlichen Teufelskreis zur Folge. Durch die Schwächung des Immunsystems, wird die Anfälligkeit für andere Infekte und Pilzinfektionen begünstigt. Meist müssen diese Folgeerkrankungen dann wiederum mit Medikamenten behandelt werden. 

Prinzipiell ist es sehr wichtig, differenziert mit der Einnahme von Antibiotika umzugehen, mit deinem Arzt genau über die Verschreibung zu sprechen und mit ihm zusammen gegebenenfalls nach Alternativen zu suchen. 


Wie baue ich meine Darmflora wieder auf?

Normalerweise regeneriert sich deine Darmflora wieder von selbst, dies kann aber einige Zeit dauern. Jedoch können verschiedene Umstände dazu führen, dass gewisse für uns notwendige Bakterienstämme dauerhaft aus unserer Darmflora verschwinden. Studien haben gezeigt, dass es mehr als sechs Monate brauchen kann, bis sich die Darmflora nach der Einnahme von Antibiotika erholt. Damit deine Darmflora und die auf ihr herrschenden Bakterienstämme wieder all die wertvollen Funktionen in unserem Körper ausführen können, solltest du ihr nach der Einnahme von Antibiotika etwas mehr Aufmerksamkeit schenken - wir hoffen natürlich, dass dein Infekt inzwischen verschwunden ist! 

Führt kein Weg an Antibiotika vorbei, kann auch die Einnahme von Probiotika dabei helfen, die Darmflora wieder auf Vordermann zu bringen. Hier werden gute Darmbakterien eingenommen, welche sich dann in der Darmschleimhaut festsetzen, vermehren und die Darmflora wieder ins Gleichgewicht bringen können. 

Das bedeutet: Um deine Darmflora wieder in Balance zu bringen, solltest du deine Bakterienvielfalt wieder etwas aufstocken und zudem probiotische Bakterienkulturen zu dir nehmen. Das Ganze kannst du unterstützen indem du zu den Probiotika, auch Präbiotika zu dir nimmst. Diese dienen den Helferlein in deinem Darm als Futter und führen dazu, dass die guten Bakterien in deinem Inneren einen Extraboost an Energie bekommen und schwuppdiwupp kann sich deine Darmflora wieder bestens erholen.

Gerade die Einnahme von Synbiotika wirkt sich sehr positiv auf deine Darmflora aus, denn diese bestehen aus einer Kombination aus Prä- und Probiotika - du bekommst also die kleinen Helferlein für deinen Darm und ihr Futter auf einmal! Sieh dir dazu doch mal unsere Dailybacs an! 

Bewährte Haushaltsmittel, die bei dem Aufbau deiner Darmflora unterstützen

Um zusätzlich für mehr Wohlbefinden nach Antibiotika zu sorgen, haben wir dir hier ein paar altbewährte Tricks für Zuhause zusammengestellt:

  • EAT: Versuche 1-2 Wochen lang viele pro- und präbiotische Nahrungsmittel zu dir zu nehmen. Welche Lebensmittel das hauptsächlich sind, siehst du hier: https://mybacs.com/blogs/mybacs/was-es-mit-probiotika-auf-sich-hat
  • DRINK: So banal es klingt - viel Wasser trinken!
  • BITTERS: Bitterstoffe haben eine antibakterielle Wirkung, fördern die Durchblutung im Magen-Darm-Trakt und lindern vor allem Übelkeit. Probiere doch mal einen Tee, der viele Bitterstoffe enthält (Artischocken, Löwenzahn, Brennessel, Ingwer oder Wermut).
  • MOVE: Bewegung & Entspannung - ja, auch deine Darmflora reagiert direkt auf körperliche Bewegung und mentale Entspannung.

GOOD TO KNOW: Die meisten Lebensmittel enthalten nur ca. 1/100 der pro-& präbiotischen Bakterien. Das gilt auch für sogenannte KBE’s = Kolonie bildende Einheiten - Lebensmittel enthalten meist also ca. 5-6 Millionen KBE’s. Die Dailybacs sind mit ihren 60 Milliarden KBE’s daher hochdosierter und wirken dadurch deutlich schneller und auch besser! Mit unseren Dailybacs bringst du deine Darmflora also ruckzuck wieder auf Vordermann und dabei unterstützt du gleichzeitig auch noch dein Immunsystem. Na dann, gute Besserung! 

 

 Quellen:

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