Ballaststoffe & Präbiotika

Ballaststoffe & Präbiotika

PRÄBIOTIKA

Probiotische Bakterien wie Bifidobakterien fördern eine gesunde Darmflora und unterstützen die Verdauung und das Immunsystem. Das Wachstum dieser nützlichen Bakterienstämme kann mit sogenannten Präbiotika, einer bestimmten Gruppe von Ballaststoffen, gesteigert werden. Probiotische Bakterien sind wünschenswerte Bewohner des menschlichen Darms. Indem sie beispielsweise die Ausbreitung schädlicher Keime im Darm hemmen, tragen sie dazu bei, die Darmflora im Gleichgewicht zu halten.

PRÄbiotika für PRObiotika 

Unsere Gesundheit profitiert daher, wenn sich Probiotika wie Bifidobakterien im Darm so wohl wie möglich fühlen. Dazu tragen sogenannte Präbiotika, wie die Zuckermoleküle Inulin oder Oligofructose bei. Dies sind unverdauliche Nahrungsbestandteile, die insbesondere von Bifidobakterien als Nährstoffe verwendet werden können. Auf diese Weise wird das Wachstum der nützlichen Darmbewohner angeregt.

DIE WIRKUNG

Pathogene Bakterien wie Clostridien und E. coli sowie schädliche Viren breiten sich aufgrund des Wachstumsschubs von Bifidobakterien weniger wahrscheinlich im Darm aus. Die Verdauung verbessert sich auch: Bei einer täglichen Einnahme von mindestens acht Gramm Präbiotika erhöhen sich Stuhlgewicht und -frequenz. Auf Wiedersehen Verstopfung! Ballaststoffe haben noch weitere positive Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit: Sie können die Absorption und Verwendung von Kalzium verbessern, was die Knochendichte erhöht, sagen Experten. Darüber hinaus sollen Präbiotika das Risiko für Darmkrebs und für das  metabolische Syndrom senken. Das metabolische Syndrom ist eine Kombination von Fettleibigkeit (Adipositas), Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten und einem erhöhten Blutzuckerspiegel aufgrund mangelnder Insulinwirkung (Insulinresistenz).

LEBENSMITTEL

Präbiotika, wie Inulin und Oligofructose, werden verschiedenen Lebensmitteln zugesetzt, um sie ballaststoffreicher und damit "gesünder" zu machen. Sie finden sich beispielsweise in Backwaren, Milchprodukten, Fruchtsäften, Würstchen, Müsli(-riegeln) sowie in Süßwaren und Babynahrung. Die tägliche Aufnahme von Präbiotika zu erhöhen ist leichter, wenn der Nahrung regelmäßig natürliche präbiotische Nahrungsmittel hinzugefügt werden. Dazu gehören vor allem Getreide, Spargel, Chicorée, Topinambur, Zwiebeln, Knoblauch, Schwarzwurzel, Artischocken und Bananen. Um von den Wirkungen von Präbiotika zu profitieren, sollte man mindestens fünf Gramm pro Tag konsumieren. Man kann diesen Betrag erhöhen, aber man sollte es nicht übertreiben. Bei höheren Dosen können Präbiotika Blähungen und Durchfall verursachen. Für Menschen mit einem empfindlichen Darm sind manchmal weniger als zehn Gramm Ballaststoffe ausreichend. Im Allgemeinen werden bis zu 30 Gramm Präbiotika pro Tag gut vertragen, um die Darmflora zu verbessern.


Quellen: https://www.netdoktor.de/ernaehrung/praebiotika/

 

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