Darmflora aufbauen auf 32m2 Fläche

Darmflora Smiley
Mit einer Oberfläche von ungefähr 32 Quadratmeter ist der Magen-Darm-Trakt die größte Kontaktfläche des Menschens zur Außenwelt. Auf dieser Fläche hat unser Immunsystem alltäglichen Kontakt mit allerlei körperfremden Antigenen (zum Beispiel Bakterien), Nahrungsbestandteilen aber auch der eigenen Darmflora. Das Immunsystem muss all dies unterscheiden können, denn die gutartige Darmflora hat eine wichtige Funktion. Greift das Immunsystem die eigene Darmflora an, kann sich eine chronische Entzündung bilden und den Organismus schädigen.

Die menschliche Darmflora umfasst weit mehr als 500 verschiedene Bakterienspezies, die unter anderem fremde Bakterien daran hindern, sich in unseren Darm einzunisten. Dies wird zum einen durch die schiere Menge an bereits vorhandener Darmbakterien erreicht, die den körperfremden Bakterien die Einnistung erschweren. Zum anderen bildet die menschliche Darmflora auch Bakteriozine, die körperfremde Bakterien schwächen und sie auch abtöten können.

Deshalb hat die Darmflora auch eine essenzielle Bedeutung für unser Immunsystem, indem sie es sowohl entlastet als auch bei dessen Arbeit unterstützt.

Wie kann man also eine gesunde Darmflora aufbauen?

Der Verzehr von Pro- und Präbiotika hilft nachgewiesenermaßen beim Aufbauen einer gesunden Darmflora. Doch wo finden sich Probiotika und Präbiotika? Hier spielt logischerweise die Ernährung eine entscheidende Rolle. Probiotika wie Milchsäurebakterien oder Hefepilze (also die erwünschte Bewohner unseres Darms) kann man zum Beispiel in Joghurt (na klar!), Kefir oder auch Sauerkraut finden. Fans asiatischer Speisen werden sich freuen: auch Miso und Kimchi sind probiotische Lebensmittel.

Präbiotika sind nicht verdaubare Lebensmittelbestandteile, also Ballaststoffe. Diese sorgen dafür, dass die erwünschten Bakterien in unserem Darm ausreichend mit “Futter” versorgt werden, um ihre wichtigen Funktionen zu erfüllen. Um die Darmflora aufzubauen sind also auch Präbiotika wichtig. Viel “Futter” für unsere Darmflora bedeutet auch eine erhöhte Aktivität unserer Bakterien, die sich dann leichter vermehren können und die Verdauung auf Trab bringen. Präbiotika finden sich vor allem in pflanzlichen Nahrungsmitteln wie Zwiebeln, Artischocken, Chicorée, Haferflocken, Vollkornbrot, Hülsenfrüchten und Pilzen.

Darmflora aufbauen im Alltag

Nicht jeder schafft es, in seinem Alltag über die Ernährung ausreichend Probiotika und Präbiotika zu sind zu nehmen. Auch allerlei Genussmittel wie Alkohol, Tabak und andere Produkte beeinträchtigen die Arbeit der Darmflora oder schädigen sie. Hier können synbiotische (Prä- und Probiotika kombiniert) Nahrungsergänzungsmittel die Darmflora aufbauen und den restlichen Organismus so unterstützen.

Der Vorteil liegt hier vor allem auch in der präventiven Einnahme, da man schon etwas tun kann, auch wenn man medizinisch gesehen gesund ist. Wie oft haben wir uns schon über Situationen geärgert, als wir erst im Nachhinein eines besseren belehrt wurden. Hätte, hätte, Fahrradkette eben...

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