Das Hautmikrobiom

Hautmikrobiom

Das Hautmikrobiom: Was du darüber wissen solltest und wie du es im Gleichgewicht hältst

Früher sah man Mikroben als Eindringlinge (Pathogene), die man bekämpfen muss. Heute wissen wir bereits, dass der Mensch eine Art symbiotische Lebensgemeinschaft mit dem Mikroben bildet. Dieser Paradigmenwechsel: dass nicht Bakterien bekämpft werden sollte, sondern das Mikrobiom unterstützt werden muss, damit der Körper gegen die Überhandnahme einzelner Pathogene geschützt wird, revolutioniert unsere Denk- und Ansatzweisen über die Haut, das größte Sinnesorgan des menschlichen Körpers.

Das Hautmikrobiom, unsere verborgene Schutzbarriere

Wie wir bereits wissen, besteht unser Darmmikrobiom aus 100 Billionen unterschiedlicher Mikroorganismen. Das ist gut so, denn diese Vielfältigkeit kann unsere Immunleistung positiv beeinflussen, auch auf unserer Haut.


Bakterien, Viren, Pilze und Einzeller kann das menschliche Auge zwar nicht sehen, doch auf unserer Hautoberfläche befinden sich Milliarden von lebenden Mikroorganismen.

Was genau befindet sich hinter dem Mikrobiom der Haut?

Man kann sich das Hautmikrobiom gewissermaßen wie ein eigenen Kosmos auf der Oberfläche unserer Haut vorstellen und es bedeutet das Zusammenspiel aller Mikroorganismen, die sich dort ansiedeln und die natürliche Schutzschicht unserer Haut. So wie wir es von der Darmflora bereits kennen, sind dort bis zu sieben Milliarden Bakterien, Viren, Pilze und Einzeller, die in einer komplexen Balance leben.

Wie unser Fingerabdruck, ist das Mikrobiom eines Menschen einzigartig, denn anhand von unserer DNA, Alter, Geschlecht und Lebensstil differieren die lebenden Mikroorganismen von Person zu Person. Bei unvorteilhaften Umweltbedingungen (z.B. hohe Luftverschmutzung und starke UV-Strahlung), kann beispielsweise, das Gleichgewicht zwischen “guten” und “schlechten” Bakterien, stark durcheinander gebracht werden.

Die Komplexität des Hautmikrobioms zeigt sich auch detailliert. Die Mikroben verteilen sich nicht gleichmäßig über unseren Körper. Die Zusammensetzung differenziert sich untereinander basierend auf welches Mikroklima das jeweilige Hautareal aufweist (fettig, trocken oder feucht). Hautzonen wie Achselhöhlen, Leistengegend oder Zehenbereiche werden von wärme- und feuchtigkeit liebenden Mikroben besiedelt. Körperregionen wie Gesicht, Ausschnitt und oberer Rückenbereich werden von lipophilen Mikroben besiedelt. Eher trockene Stelle wie Arme und Beine enthalten wenigen Mikroben, als auf feuchte Areale. Egal ob fettige Haut im Gesicht, trockene Haut am Unterarm oder feuchte Achseln - das Mikrobiom passt sich dem Mikro-Ökosystem an.

Quick Fact: Wusstest du schon, dass Menschen, die nah zusammenleben z.B. im selben Raum, oftmals ein sehr gleichartiges Mikrobiom haben? Der Grund dafür ist, das lebende Organismen sich untereinander austauschen. Beispielsweise, ist die Haut eines Embryos frei von Keimen, Bakterien, usw., erfasst aber schon bei der Geburt erste Mikroorganismen von der Mutter auf.


Welche Rolle hat das Mikrobiom?

Das Mikrobiom ist wie ein Schutzschild für unsere Haut, vorausgesetzt eine Balance zwischen “guten” und “schlechten” Organismen existiert. Krankheitserreger können somit, wegen dem Zusammenspiel der Hautflora, abgewehrt werden und Wunden werden schneller geheilt. Sie verteidigen uns aber nicht nur gegenüber Krankheitserreger, sie fördern den niedrigen pH-Wert der Haut und unterstützen unser Immunsystem. Das Immunsystem lernt, nützliche von pathogen Mikroorganismen zu differenzieren. Damit das passiert, ist der Mikrobenkontakt auch über die Haut erforderlich.

Unterstützt durch die Kolonisierungsresistenz - sprich, dass alle erreichbaren Nischen auf der Haut sozusagen schon besetzt sind - blockiert die existierende Mikrobengemeinschaft, dass die neu ankommenden Mikroben sich ausbreiten können.

Bakterien, Viren, Pilze und freie Radikale “möchten” alle auf den Hautoberfläche sein und wenn sie von der Umwelt aufgenommen werden, hält das Mikrobiom, durch ein fein austariertes Gleichgewicht, dies in Schach und sie haben sie keine Chance. Jedoch wenn die Balance instabil ist (Dysbiose), also zu wenige hilfreiche Bakterien,, beispielsweise anhand von ungesunden Lebensstil oder übertriebene Pflege, dann können die Eindringlinge die Überhand gewinnen und Entzündungen, Verletzungen und andere Hauterkrankungen auslösen. Wer z.B. unter Akne oder Ekzeme leidet, leider daher höchstwahrscheinlich unter einem nicht ausgeglichenem Mikrobiom.

Wie können wir für ein Gleichgewicht der Hautflora sorgen?

Ähnlich wie unsere Darmflora, verhalten sich die Mikroorganismen unserer Haut stark basierend auf unseren Lebensstil. Jemand der überdurchschnittlich viel trinkt, kontinuierlich raucht, eine unausgewogene Ernährung führt und konstante Umweltverschmutzung ausgesetzt ist, erzielt ein eine schwächere Schutzbarriere an Mikroorganismen.

Ein Thema welches oft überschaut wird, ist die tägliche Pflegeregime. Übertriebene Hygiene greift die natürliche Schutzbarriere der Haut, also die Hautflora und den Säureschutzmantel, an. Als “residente Hautflora” versteht man die natürlichen Hautkeime, die andauernd auf unserer Haut siedeln und Schadstoffe und gefährliche Bakterien bekämpfen. Die Hautflora ist am besten intakt, wenn der pH-Wert der Haut knapp unter 5 liegt, also im sauren Bereich. Das liegt daran, dass in diesem leicht sauren Milieu, auch “Säureschutzmantel” genannt, die meisten krankheitserregenden Bakterien, sich gar nicht erst entwickeln können. Es sorgt auch dafür, dass spezielle hautaufbauende Enzyme besser arbeiten können. Jedoch sorgen bestimmte und zu viel Kosmetika dazu, dass die Haut alkalisch wird und somit der Säureschutzmantel zerstört wird. Die Konsequenz: Die Hautflora arbeitet nicht mehr richtig. Die Haut verliert Feuchtigkeit und gefährliche Bakterien und andere Schadstoffe können leichter hindurch dringen. Die Haut wird trocken und Infektionen entstehen.



Die häufigsten Fehler beim Waschen:

1. Zu viel Seife

Seifen und Duschgel greifen den Säureschutzmantel der Haut an. Desto weniger Seife man auf die Haut trägt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihre natürliche Funktion zerstört wird. Experten raten davon ab den Körper gründlich einzuseifen. Selbst mit Wasser wird man sauber, außer Make-Up Reste und Fett, die können sich ohne Seife nicht reinigen lassen. Insbesondere auch die Hände sollten mit Seife gewaschen werden. Am besten beachtet man auch bei Seifen und Duschgele, dass sie keine Sodium Lauryn Sulfat enthält. SLS wirkt als Tensid und bindet ölbasierten Dreck, der dann anschließend mit Wasser abgespült werden kann. Darüber hinaus, ist SLS ein effektiver Schaumbildner, was viele Menschen erwarten beim Reinigen von Gesicht und Körper. Menschen mit Hautkrankheiten wie Ekzeme oder Neurodermitis sollten darauf verzichten. Auch wird SLS fast ausschließlich aus Palmöl produziert. Viele Firmen achten darauf Palmöl aus der Lieferkette und Kosmetik zu verbannen, da der Anbau schwerwiegende Konsequenzen auf das Ökosystem hat. Beispielsweise, werden in der Palmöl Produktion, viele tropische Urwälder gerodet und somit wilde Tiere und indigene Völker ausgelöscht.

2. Zu häufiges Waschen

Bei trockener oder sehr empfindlicher Haut, wo meist der Schutzmechanismus schon instabil ist, kann zu viel Pflege auch schädlich sein. In Situationen wo man wenig geschwitzt hat oder nicht mit Schmutz in Kontakt kam, kann auch mal ein Tag vom Duschen ausgesetzt werden. Man kann aber, bestimmte Stellen am Körper, die Achseln, die Hände, das Gesicht, die Schweißrinne an Brust und Rücken und den Intimbereich, täglich reinigen. “Cleansing Reduction” ist sogar ein Trend, wo die Körperhygiene damit zusammenhängt wie hoch der Bedarf ist und was für ein Hauttyp man hat, damit der Säureschutzmantel geschont wird. Denn wer zu lange duscht, weicht die Haut auf seinem Körper auf und verliert somit Feuchtigkeit und trocknet schneller aus.

3. Falsche Wassertemperatur

Ärzte raten, dass die Wassertemperatur lauwarm sein sollte, also ähnlich zur eigenen Körpertermpatur (oder leicht erhöht.) Vor allem sollten Menschen die mit Irritationen oder Trockenheit kämpfen, auf die Wassertemperatur achten.

4. Zu langes Duschen

Empfohlen werden fünf bis zehn Minuten. Zu langes duschen kann der Haut die Feuchtigkeit entziehen.

5. Falsche Pflegeprodukte

Insbesondere Menschen mit Allergien oder Hautproblemen, sollten zu milden Reinigungsprodukten mit einem pH-Wert von 5,5 bis 7 greifen. Die pH-neutrale Pflege sollte keine Duftstoffe, künstliche Farbstoffe und andere gefährliche Inhaltsstoffe beinhalten.



Weitere Tipps…
  • Ein gesunder Lebensstil und spezifisch eine ausgewogene und fleischarme Ernährung sind eine Voraussetzung. Wenn unser Darm gesund ist, können weniger Schadstoffe über die Haut verstoffwechseln und daher ausgeschieden werden
  • Die Hautpflege Industrie revolutioniert sich immer weiter. Innovative trends wie zum Beispiel probiotische Kosmetik sind effektiv, da Pflegeprodukte mit lebenden Mikroorganismen produziert werden. Somit gelangen die an die Haut und ihr eigenes Mikrobiom und können die Balance der Hautflora kontinuierlich bestärken.

Wie hängt das Hautmikrobiom mit unserer bakteriellen Besiedlung im Darm zusammen?

Wichtig ist: Der Darm hat einen positiven Einfluss auf unsere Haut, solange dieser gesund ist, sprich die natürliche Bakterien-Balance der Darmflora ist im Gleichgewicht.

Schätzungsweise, steht die Hautgesundheit über das Immunsystem mit dem Darmmikrobiom im Zusammenhang. Beispielsweise, wurden eine geringe Vielfalt des kindlichen Darmmikrobioms mit der Entwicklung von Neurodermitis später im Leben in Zusammenhang gebracht. Außerdem, haben viele Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen auch Hautprobleme, oft Folge einer negativen Veränderung der Darmflora. Beispielsweise kann dann durch unausgewogene Ernährung oder das einnehmen von Antibiotika, eine Verschiebung der Darmbakterien auslösen und dann das Immunsystem schwächen, Entzündungen eher auftreten können, die Hautbarriere schwächen und Hautflora zerstören.

Interessant hierbei: Ärzte können heutzutage präzise zuordnen, welche spezifischen Mikroorganismen sich bei der Vielzahl der Hauterkrankung (von Rosazea bis Neurodermitis) verändern. Zum Beispiel: Kann man feststellen, dass bei Neurodermitis zu viel E.Coli bakterien (welches das allergieauslösende Histamin auslöst) und zu viele Clostriden (welches Entzündungen begünstigt) im Darm. Dafür sind Milchsäurebakterien, Bifidobakterien und Keime fundamental um die Darmschleimhaut zu schützen. Für Rosazea, sind bestimmte Milchsäurebakterien, wie Lactobacillus casei, hilfreich.

 

Welche Arten von Bakterien habe ich auf meiner Haut?

Es gibt drei Hauptgruppen an Bakterien, die sich auf deiner Haut befinden: Staphylokokken-Bakterien, Propioni-Bakterien und Coryne-Bakterien. Sind diese Bakterien schädlich? Nein. Bei dem Wort “Bakterien” werden wir schnell an Krankheiten erinnert, jedoch ist das beim Hautmikrobiom genau das Gegenteil der Fall, da die Interaktion mit der Haut, das Immunsystem stärkt um Keime abzuwehren. Damit das Hautmikrobiom optimal geschützt ist, müssen alle drei Arten in einem natürlichen Gleichgewicht vorkommen.

 

Welchen Einfluss können dailybacs über den Darm auf das Hautmikrobiom ausüben? Welche Bakterien sind für die Haut nützlich?

Die Wahrnehmung der Haut als ein Ökosystem - bestehend aus lebenden biologischen und physikalischen Komponenten, die verschiedene Lebensräume besetzen - kann unser Verständnis des empfindlichen Gleichgewichts zwischen Wirt und Mikroorganismus voranbringen. Störungen des Gleichgewichts auf beiden Seiten der Gleichung können zu Hautstörungen oder Infektionen führen.

Aber welche Bakterien sind denn nun nützlich für die Haut?

Studien beweisen das mit Synbiotika, eine Darmkur, Symptome wie Neurodermitis, Allergien und Schuppenflechte sich verbessert haben, wenn man es über einen langen Zeitraum einnimmt. Zu den probiotischen Stämmen, mit nachgewiesenem Nutzen für die haut, gehören Lactobacillus und Bifidobacterium.

Daher sind Synbiotika wie die dailybacs kapseln sehr nützlich, auch für unsere Haut. Dailybacs sind Synbiotika, das bedeutet zum einen Probiotika, die aus speziell ausgewählten Bakterienstämmen bestehen und zum anderen Präbiotika, die das “Futter” von Darmbakterien sind. Sie sorgen dafür, dass die Darmbakterien wachsen und am besten funktionieren können. Dailybacs enthalten jedoch auch noch einen dritten Aspekt, die wichtigen Mineralstoffe und Vitamine, die der Körper täglich braucht. Die Dailybacs Kapseln werden auf die individuellen Berdüfnisse von Männer, Frauen und Kinder zugeschnitten.


Welche Mikroorganismen sind nicht gut für die Haut?
  • Pilze der Gattung Malassezia: Nehmen sie überhand, können Hautekzeme entstehen
  • Staphylococcus aureus: breitet er sich aus, entstehen mitunter Furunkel, bei einer systemischen Infektion kann es zu gefährlichen Lungenentzündungen kommen
  • Staphylococcus haemolyticus: gehört zu den Krankenhauskeimen und kann Erkrankungen des Harntrakts oder der Gelenke verursachen
  • Staphylococcus epidermidis: kann Prothesen oder Katheter mit einem Biofilm überziehen

Wie kriege ich strahlende Haut von einer gesunder Darmflora?

„Durch eine gesunde Darmflora und die gezielte Zugabe bestimmter Bakterienstämme lässt sich etwa die Feuchtigkeitsspeicherung verbessern, die Hyaluronsäure-Bildung anregen, lassen sich Pickel und Ekzeme lindern, der UV-Schutz der Haut verbessern oder empfindliche Haut weniger sensibel machen. Selbst der Alterungsprozess verzögert sich durch einen gesunden Darm, Falten können durch den Bakterienstamm Lactobazillus plantarum reduziert werden.“ erklärt Dr. Michaela Axt-Gadermann.

Die Darmflora braucht präbiotische Ballaststoffe. Wie wir bereits wissen bedeutet das “Futter” für die Darmbakterien, damit diese wachsen können und schädliche Bakterien, welche die der Haut nicht gut tun, blockiert werden.

Ballaststoffreiche Lebensmittel die präbiotika enthalten für strahlende Haut:

  • Inulin: Befindet sich in Gemüse wie Chicorée, Artischocken, Knoblauch, Zwiebeln, Lauch, Spargel, Pastinaken, Topinambur oder Schwarzwurzeln. Agavendicksaft oder Yacon-Sirup sind weitere ballaststoffreiche Lebensmittel.
  • Oligofructose: Befindet sich in Getreide wie Hafer und Roggen, in Zwiebeln, Knoblauch, Bananen, Tomaten und sogar Bier.
  • Resistente Stärke: Beispielsweise, in unreifen Bananen, Bohnen, Linsen, Erbsen, Gerste, erkalteten Kartoffeln und Reis, kernigen Haferflocken, Haferbrei oder Hirse
  • Lactulose: Milchprodukte
  • Pektin: Esse deine Äpfel lieber mit Schale, da dort viele Ballaststoffe zu finden sind.
  • Andere Ballastoffreiche Lebensmittel: Mandeln, Chia- und Leinsamen, Honig, grüner Tee, Kaffee, Granatapfel, Cranberries, dunkle Schokolade und sogar Rotwein

Lebensmittel mit Probiotische Bakterien: liefern nützliche Bakterien, welches die Darmflora positiv beeinflussen. Diese können sich sogar, vorausgesetzt man nimmt sie regelmäßig zu sich, im Darm ansiedeln und die körpereigene Darmflora kräftigen.
  • Joghurt, Kefir, Buttermilch, Käse, Sauerkraut, Kimchi, sauren Gurken und Miso-Paste.

Zu beachten ist es eine möglichst abwechslungsreiche Ernährung zu führen mit eine Vielfalt an Gemüse, Vollkornprodukten, Nüssen und Omega-3-Fettsäuren, wie man sie in Lachs, Avocado und Walnüssen findet.

Gibt es ein ultimate Beauty-Food mit der ich meine Haut “pflegen” kann?

Ja. Menschen, die eine hohe Anzahl an Carotinoide und Vitamin C anhand ihrer Ernährung aufnehmen, haben weniger Falten als die, die es nicht durch ihre Ernährung aufnehmen. UV-Schutz, ist ein weiteres großes Thema für die Haut. Lebensmittel wie dunkle Schokolade, Tomaten und grüner Tee können den UV-Schutz der Haut verbessern und schützen auch vor Falten. Außerdem, ist eine gute Eiweißversorgung notwendig für straffes Kollegengewebe.


Fazit

Schlussendlich sehen wir, dass unsere Haut, die Gesundheit unseres Darms reflektiert. Ist unser Darm gesund, strahlt unsere Haut, altert langsamer, ist weniger Trocken und ist weniger Pickeln und Irritationen ausgesetzt. Ist unsere Darmflora nicht im Gleichgewicht, dann leidet unsere Haut ästhetisch und gesundheitlich und kann zu Hauterkrankungen führen. Es gilt also: Schönheit kommt von innen. Eine abwechslungs- und nährstoffreiche Ernährung, kann die Störung des Darmflora verhindern und zeigt eine Kaskade an Effekten: unserer gesamten Verdauung, unserer Gesundheit und unserer Haut. Es ist also der Schlüssel zur Gesundheit sowie Schönheit.

Barrieregestörte Haut (beispielsweise bei empfindlicher Haut)

Barrieregestörte Haut reagiert sehr empfindlich, sogar auf geringe Belastungen. Dadurch das die Hautbarriere beeinträchtigt ist, kann der natürliche Wassergehalt der Haut nicht aufrechterhalten werden, und sie trocknet immer mehr aus. Die Folgen können unter anderem Rötungen, Risse, Entzündungen, Schuppen und Juckreiz sein.

5 Tipps wie du deine Hautbarriere schützen kannst:
Eine gesunde Hautbarriere bildet das Fundament für schöne Haut!


  1. Verwende LSF jeden Tag: Schädliche UV-Strahlen können 365 Tage im Jahr deine Haut belasten. Selbst wenn es regnet und bewölkt ist, solltest du jeden Tag deine Haut davor schützen, indem du eine Tagescreme mit einem LSF von mindestens 30 verwendest. Das LSF die Haut vor diesen UV-Strahlen schützt und somit Anzeichen von Hautalterung verursacht wissen wir. Aber wusstest du schon: wenn du deine Haut täglich schützt, kann deine Haut sogar, sich von früheren Schäden erholen.
  2. Keine paraffinhaltigen Pflegeprodukte: Die formen nämlich einen undurchlässigen Film auf der Haut. Wenn diese Produkte über einen längeren Zeitraum angewendet wird, dann kann die Hautbarriere sich nicht mehr regenerieren und ihre Funktion lässt nach. Vorsicht: wenn du das Produkt absetzt, kann es sein, dass deine Haut noch wochen oder sogar monatelang trocken und aus der natürlichen Balance ist. Es wird dauert bis sie sich wieder regeneriert hat.
  3. Verzichte auf Emulgatoren: Diese können nämlich deine Lipidschicht beim reinigen behindern. Ein Emulgator sorgt dafür, das Öl und Wasser zu verbinden. Jedoch, bringt er somit gleichzeitig den natürlichen, nach außen hin zunehmenden Lipidgehalt der Hautbarriere durcheinander. Unser Tipp: vergiss Cremes, greife lieber auf pure Kosmetik mit pflanzlichen Bio-Ölen ohne Zusätze.
  4. Zu starke Peelings: Diese können die Hautbarriere gleichermaßen schädigen. Wenn die Haut einem zu intensiven peeling ausgesetzt wird kann sich die Epidermis nicht rapide genug vollständig regenerieren um ihre Schutzfunktion zu bewahren.
  5. Hauteigene Substanzen: Beweisen sich als effektiv für die Regeneration und Aufrechterhaltung der Hautbarriere. Greife hier am besten zu Pflanzenöle die spezielle Fettsäuren enthalten, die dazu dienen die Komponenten in die Hautbarriere wieder einzubauen.
  • Linolsäure: findet man in Amranthextrat, Argan-, Borretsch und Aprikosenkernöl
  • Palmitinsäure: findet man in Sanddorn- und Amaranthextrakt, sowie auch in Weizenkeim- und Avocadoöl
  • Stearinsäure ist in Gurkensame-, Sesam, Borretsch- und Moringaöl
  • Phytosterinen ist in Nachtkerzen- und Weizenkeimöl, Amaranthextrakt oder Sheabutter
  • Moisture, moisture, moisture: Der Haut Feuchtigkeit zu spenden sollte nicht nur von außen sondern auch von innen passieren. Trinke genug Wasser oder auch biologischen Pflanzenwasser, dass tief in der Haut einziehen kann und wirksame Inhaltsstoffe enthält.
  • Go Natural: Wenn möglich, trage Kleidung aus Naturfasern wie Baumwolle und Bambus, vor allem, wenn der Stoff lange Zeit, Kontakt mit deiner Haut aufnimmt, wie Unterwäsche. Synthetische Fasern können die Hautbarriere reizen und die Balance zwischen guten und schlechten Bakterien verändern.Chemiefasern, wie Polyester, bieten auch eine mehr optimale Umgebung für geruch verursachende Bakterien als Baumwolle, berichtet das Journal of Applied and Environmental Biology.

UV-Strahlen und Hautmikrobiom

Der Sommer ist nun endlich da und die warmen Sonnenstrahlen ziehen uns nach draußen. Jedoch, wie für viele Dinge im Leben, sollte dies in Maßen sein.

Ultraviolettstrahlung ist im kurzwelligen Anteil der Sonnenstrahlung enthalten und beabsichtigt wichtige Funktionen für den Stoffwechsel. Sie unterstützen auch den Körper, Vitamin D herzustellen, das unter anderem die Muskeln mit Kalzium ausstattet, für Knochenaufbau stärkt und das Immunsystem unterstützt. Jedoch, eine Überdosierung hat einen negativen Einfluss auf unsere Gesundheit, beispielsweise einen Sonnenbrand aber auch chronische Schäden wie Hautkrebs kann sich entwickeln.

Einfluss von UV-Strahlen auf das Immunsystem und das Hautmikrobiom

Anhand einer Studie der Medizinischen Universität Graz, sorgt die immunsuppressive Wirkung der UVB-Strahlung dafür, dass das Immunsystem der Haut geschwächt wird und daher die Bildung von Hautkrebs begünstigt wird. Im Labor stellte man einen starken Unterschied zwischen der Immunantwort auf UVB-Strahlung eines Modells mit intaktem Mikrobiom versus eines Modells ohne Mikrobiom. Man fand heraus, dass das Modell mit einem Hautmikrobiom, unter einfluss von UV-Strahlung, dazu führt, dass Entzündungsprozesse gefördert werden. Hingegen eine Haut ohne Mikrobiom ein verstärktes immunsuppressives Milieu erzeugt wird, sodass das Immunsystem nicht mehr optimal arbeitet. Daher: die Haut kann sich durch ein nicht intaktes Mikrobiom nicht ausreichend schützen.

Das Mikrobiom der Haut schützt grundsätzlich vor dieser immunsuppressiven Wirkung der UVB-Strahlung. Dies liegt daran das ein intaktes Hautmikobiom eine höhere Freisetzung von Zytokinen (die ein immunsuppressives Milieu erzeugen) und somit die Schutzfunktion des Immunsystems unterdrückt.

7 Sonnenschutz-Tipps: Worauf du achten solltest


  1. Wähle eine Tagescreme mit LSF, die zu deinem Hauttyp passt
  2. Deine Haut kannst du durch mineralische oder chemische Filter vor den UV-Strahlen schützen. Bei chemischen Filtern ist das Problem, dass sie die Haut durchdringen um Schutz zu bieten und häufig Allergien auslösen kann und so Pickel eher begünstigen. Mineralische UV-Filter Zinkoxid und Titandioxid sind harmlos und nach dem eincremen, sind sie wie eine Schutzschicht auf deiner Haut indem sie die Sonnenstrahlen reflektieren. Der Vorteil: Mineralische Cremes schützen sofort nach dem Auftragen. Jedoch lassen sie sich einfacher mit Wasser abwaschen und sollte daher häufiger nach gecremt werden. Für fettige Haut mit Unreinheiten, passt am besten eine ölfreie, alkoholfreie, nicht-komedogene, mattierende mineralische Sonnencreme. Wirkstoffe wie Silicea und Teebaum Extrakte können die Produktion von Sebum begradigen. Auch die Sonnencreme Textur für fettige Haut, sollte eher ein leichtes Fluid sein als eine dicke Paste. Für empfindliche Haut empfehlen wir mineralische Sonnenschutzmittel. Beruhigende Inhaltsstoffe wie Kamillenextrakt können deiner Haut Feuchtigkeit spenden. Unser Tipp: Sonnencremes für Babys sind ideal um empfindlicher Haut eine Extraportion Schutz zu bieten. Für normale Haut gilt nur ausreichend Sonnencreme zu benutzen und Mittel mit Hyaluronsäure und Kollagen zu verwenden für mehr Spannkraft und Volumen. Für trockene Haut ist es wichtig eine Sonnencreme zu finden die kräftig pflegt. Aloe Vera-Extrakt oder Glycerin spenden Feuchtigkeit und haben einen Kühlungseffekt auf juckenden Stellen. Für reife Haut sind Feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe besonders wichtig. Hyalorunsäure, antioxidantisches Vitamin C oder E können helfen, Falten und Pigmentflecken vorzubeugen und reduzieren.
  3. Vergiss nicht den UVA-Schutz
  4. UVB-Strahlen sind hauptsächlich für einen Sonnenbrand verantwortlich. Der angegebene LSF auf Sonnenschutzmittel weist hauptsächlich den Schutz gegen UVB-Strahlen aus. Jedoch, sollte eine gute Sonnencreme auch eine Schutz gegen UVA-Strahlen versprechen. Diese dringen tief in die Haut ein und beschleunigen den Hautalterungsprozess. Übermäßige Belastung kann auch Hautkrebs auslösen.
  5. 2g Sonnenschutz
  6. Auf das Gesicht und Hals sollten ca. 2g Sonnencreme aufgetragen werden. Der angegebene LSF auf Verpackung wird im Labor für Mengen von 2mg/cm2 Haut angepasst. Benutzt du nur die Hälfte davon, dann ist es wie als würdest du nur die Hälfte des LSF benutzen, wenn überhaupt. Theoretisch bedeutet das wenn du ein LSF von 50 nimmst, dass du fünfzig Mal so lange in der Sonne bleiben kannst, wie ohne Sonnencreme. Jedoch sinkt der Sonnenschutz durch beispielsweise Schwimmen und Schwitzen. Creme dich also ungefähr alle 2 Stunden nach.
  7. Lese dir die Inhaltsstoffe genau durch
  8. Mineralische UV-Filter wie Zinkoxid oder Titanoxid sind sicher und verträglich. Sie sind bekannt dafür, dass sie keine allergischen Reaktionen verursachen. Der einzige Nachteil ist, dass sie oft kleine Partikel zurücklassen und somit einen weißen Schleier auf der Haut zurücklassen. Bei chemischen UV-Filtern sollte man ganz genau auf die Inhaltsstoffe achten. Moderne chemische Filter können sich leichter von der Hautoberfläche entfernen lassen als mineralische Filter. UV-Filter die wir meiden sollten sind jene welche in den Körper durch die Haut gelangten. Beispielsweise: Benzophenone-3. Laboruntersuchungen konnten eine Penetrationsrate durch die Haut von über 1% feststellen. Andere UV-Filter, welche die Haut penetrieren konnten sind Benzophenone-4, Benzophenone-5, 4-Methylbenzylidene Camphor, Homosalate, Octocrylene, Octyl Methoxycinnamate. Besonders ist auch, dass Sonnencremes parfumfrei sind. Die Duftstoffe können nämlich eine phototoxische Reaktion mit UV-Strahlen auf der Haut verursachen und somit eine Sonnenallergie begünstigen.
  9. Aktive Wirkstoffe wie Vitamine und Antioxidantien sind willkommen
  10. Wir müssen unsere Haut auch dabei unterstützen, dass sie sich selbst reparieren kann und frei Radikale abwehren kann, die durch die UV-Strahlungen entstehen. Daher sind Antioxidantien und Vitamine wie Vitamine E, Vitamin C und Q10 besonders gute Radikalfänger.
  11. Vergiss nicht eine Sonnenpause einzulegen
  12. Der Prozess, die freien Radikale abzuwehren, ist anstrengend für die Haut. Lege daher auch mal eine Pause in der prallen Sonnen zu liegen. Dies ist auch besonders gut um keine Sonnenallergie zu entwickeln. Auch für diejenigen die gerne eine braunen Teint hätten sollten auch mal im Schatten Platz nehmen, da das Signal braun zu werden die Haut schon nach wenigen Minuten vom Sonnen bekommt. Nach sogar schon 15 Minuten, ist die Haut so sehr gestresst von der Sonne, dass sie langsamer bräunt.
  13. After-Sun
  14. Kein UV-Filter bietet den absoluten Schutz. Nach einem Sonnentag ist die Haut angeschlagen und meist sehr trocken. Daher ist Feuchtigkeit für die Haut nach dem sonnen extrem wichtig. Wie bereits erwähnt sind Vitamin E und Q10 gute Radikalfänger. Jedoch sollte eine After-Sun Creme, Dexpanthenol sowie Vitamin C und A enthalten, um die entstandenen Schäden auf der Haut zu reparieren und regenerieren. Du kannst auch After-Sun Mittel ganz leicht selber machen beispielsweise kannst du Quark oder Joghurt als Maske verwenden und entfernen bevor sie antrocknet. Aloe Vera ist auch eine wirksame Methode, da es kühlend, feuchtigkeitsspendend und entzündungshemmend ist.


Rezept: Green-Tea Shot

Zutaten:
120 g Melonenfruchtfleisch
½ Avocado
1 Handvoll Babyspinat (oder zarter Blattspint)
250 ml grüner Tee
2 EL Apfelessig
3 TL Leinöl
Meersalz

Zubereitung:
Melone und Avocado klein schneiden. Spinat putzen und abspülen.
Grünen Tee, Apfelessig, Melone, Avocado und Spinat pürieren. Shot mit Leinöl verrühren und mit Meersalz abschmecken (hält sich im Kühlschrank 2–3 Tage).


Quellen:

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-312018/oekogemeinschaft-mensch/

https://www.elle.de/darm-beeinflusst-haut

https://www.pnas.org/content/115/25/E5786

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3535073/

https://microbiomejournal.biomedcentral.com/articles/10.1186/s40168-019-0694-6

http://liebewasist.com/hautmikrobiom-was-wir-darueber-wissen-sollten-und-wie-wir-es-im-gleichgewicht-halten

https://www.elle.de/sonnencreme-hauttyp

https://www.pureskinfood.de/info/magazin/hautbarriere-aufbauen

https://medonline.at/forschung/digital/n/2019/10032559/grazer-studie-zeigt-mikrobiom-schuetzt-haut-vor-uv-schaeden/

https://www.beyer-soehne.de/der-richtige-sonnenschutz-worauf-muss-ich-achten/

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