Die Blut-Hirn-Schranke

Die Blut-Hirn-Schranke
Wie funktioniert sie? 
Unser ganzer Körper ist durchzogen von Blutbahnen, durch die die Blutgefäße unsere Organe und das Gewebe mit wichtigen Nährstoffen und Sauerstoff versorgen - auch das zentrale Nervensystem (kurz ZNS), was aus dem Gehirn und dem Rückenmark besteht. Hier befindet sich die Blut-Hirn-Schranke, welche eine Art Filter darstellt, der nur bestimmte Moleküle in das ZNS und wieder heraus lässt. 
Wie ist sie aufgebaut? 
Auf der Innenseite der Gefäßwände der Kapillaren sitzen die Gefäßwandzellen (Endothelzellen), welche wiederum eng durch schmale, gürtelförmige Verbindungsstellen aneinander gebunden sind (tight junctions). Zusammen mit der Basalmembran und den Astrozyten, welche die Gefäße von der ZNS-Seite her ummanteln, bilden sie die Blut-Hirn-Schranke.
Wofür ist sie gut? 
Die Blut-Hirn-Schranke entscheidet selektiv, welche Moleküle, Zellen oder Ionen aus dem Blut ins ZNS gefördert werden und welche Abfallprodukte wieder ausgeschieden werden. Diese Filterfunktion soll unser Gehirn vor giftigen Substanzen schützen, die dann nicht durchgelassen werden. Die Selektion funktioniert oft, hat jedoch auch ein paar Schwächen: Alkohol oder Nikotin beispielsweise gelangen problemlos durch die Barriere hindurch. 
Wer darf rein, wer muss draußen bleiben?
Nach einer Faustregel werden vor allem Stoffe ins Gehirn transportiert, die klein und lipophil, also fettliebend sind, während große Moleküle, die hydrophil, also wasserliebend sind, eher nicht durchgelassen werden. Dabei gibt es jedoch natürlich immer Ausnahmen von der Regel. 
Wie betrifft das meinen Alltag? 
Hast du dich schon einmal gefragt, woher ein Wirkstoff weiß, wo er wirken soll? Wie weiß ein Wirkstoff beispielsweise bei der Periode, dass er im Unterleibsbereich wirken soll und nicht im Kopf? Die Antwort liegt tatsächlich in der Blut-Hirn-Schranke, denn diese sorgt hier durch eine Nicht-Selektion dafür, dass der Wirkstoff Buscopan seine Wirkung nicht im Gehirn entfaltet und wir unter Umständen benebelt oder müde werden, sondern er gezielt im Unterleib seine Effekte bewirkt. 
Das Beispiel Serotonin / 5-HTP
Anders herum gelangen aber auch Stoffe nicht direkt ins Gehirn, die dort benötigt werden. Serotonin ist hier ein spannendes Beispiel. Auch bekannt als ”Glückshormon” ist es eines der wichtigsten Amine, das als Neurotransmitter Informationen zwischen den Nervenzellen übermittelt. Die Fähigkeit unsere Emotionen und Psyche zu beeinflussen, verleiht ihm seinen Spitznamen. Man sollte meinen, ein so notwendiges und natürliches Hormon sollte problemlos ins Gehirn gelangen, was jedoch nicht der Fall ist. Um die Schranke zu umgehen, nutzt der Körper zwei Vorstufen von Serotonin: Tryptophan, welches in der Natur beispielsweise in der afrikanischen Schwarzbohne, in Bananen oder in Schokolade vorkommt und 5-HTP. Tryptophan wird vom Körper in das Zwischenprodukt 5-HTP und dann weiter zu Serotonin umgewandelt. Während Serotonin wie bereits erwähnt die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren kann, können die Vorstufen Tryptophan und 5-HTP sie beide problemlos überwinden und dann im Gehirn weiter zu Serotonin umgewandelt werden. 5-HTP wird daher seit über 30 Jahren aktiv als therapeutisches Mittel gegen Depression, Angstzustände, Panik, Schlafstörungen, Essstörungen, PMS oder auch chronische Kopfschmerzen eingesetzt. 
Auch wir bei mybacs haben uns mit diesem Thema beschäftigt und in diesem Zuge unser Add-on “Mood Up” entwickelt. Für einen richtigen Stimmungsboost und als Unterstützung für dein allgemeines Wohlbefinden sorgen hochwertiges 5-HTP, Ashwagandha, Safran-Extrakt und weitere wertvolle Vitamine.
Quellen

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