Schokolade gesund oder ungesund?

Schokolade

Der Mythos um die Schokolade - ist sie nun gesund oder ungesund? 

Wir widmen diesen Blogbeitrag allen Naschkatzen da draußen, die sich hin und wieder fragen “Ist Schokolade eigentlich doch so ungesund?”. Jeder kennt diese Tage, in denen die Zeit sooo schleppend vorüber geht - gerade im Homeoffice. Aus Langeweile entsteht Heißhunger. Aber wenn der 15. Gang zum Kühlschrank immer noch keinen Snack auftut, der einen jetzt gerade so richtig anmacht, greift man doch immer schnell zur letzten Rettung - einer Tafel Schokolade. Dann nimmt man sich vor, nur ein oder vielleicht auch zwei Stücke zu essen, aber dann - nach noch einem klitzekleinen Stückchen und noch einem… -  ist auf einmal die ganze Tafel verdrückt und das schlechte Gewissen schleicht sich an. 

Ganz egal ob dunkle, weiße oder Vollmilchschokolade - wir lieben alle Variationen der köstlichen Süßspeise. Das Problem dabei ist nur, Schokolade ist nicht gerade gesund, da sie viel Fett und Zucker und somit auch viele Kalorien enthält. Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Gerade in dunkler Schokolade sind viele Inhaltsstoffe enthalten, die sich positiv auf den Blutdruck und die Herzgesundheit auswirken können. 

Aber nun kommen wir endlich zur wichtigsten Frage - Ist Schokolade denn jetzt gesund oder ungesund? 

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir erstmal mit den Basics anfangen. Was ist in welcher Schokoladenart denn überhaupt enthalten und welche Auswirkungen haben die Inhaltsstoffe auf unseren Körper? 

  • Bitterschokolade: Diese Schokoladensorte zeichnet sich dadurch aus, dass sie einen besonders hohen Kakaoanteil hat. Hat Schokolade einen Kakaoanteil von mehr als 70%, wird sie Bitterschokolade genannt. Ab einem Anteil von 55% darf sie Zartbitterschokolade genannt werden. Generell gilt: je höher der Kakaoanteil, desto weniger Milch ist enthalten und desto herber und kräftiger schmeckt die Süßigkeit. Für alle Bitterschokoladen-Liebhaber kommt jetzt die gute Nachricht - diese Sorte ist tatsächlich die gesündeste! Eine Tafel Bitterschokolade hat rund 500 Kalorien und enthält meist nicht mal zwei Löffel Zucker. Je höher der Kakaoanteil - desto weniger Zucker! 
  • Vollmilchschokolade: Diese Schokoladenart enthält - wie der Name schon vermuten lässt - viel Milch oder Milchpulver. Jeder kennt den typisch milden und süßen Geschmack von Vollmilchschokolade. In dieser Süßware ist viel mehr Zucker enthalten als beispielsweise in Zartbitterschokolade. Und leider nicht nur das - durch den hohen Anteil an Milch oder Milchpulver hat sie auch einen höheren Fettanteil. Das bedeutet genau eins - Vollmilchschokolade ist ungesünder. 
  • Weiße Schokolade: Wenn man es genau nimmt, ist weiße Schokolade eigentlich gar keine Schokolade - wusstest du das? Das liegt daran, dass sie gar keinen Kakao enthält, sondern nur Kakaobutter. Die sorgt gleichzeitig auch für die altbekannte hellgelbe Farbe. Weiße Schokolade enthält zudem viel Zucker, Milch und weitere Aromastoffe, wie beispielsweise Vanille. Du kannst es dir jetzt wahrscheinlich schon denken: Weiße Schokolade ist durch ihren hohen Fett- und Zuckeranteil die ungesündeste Sorte!

Aber jetzt kommen wir wieder zu ein paar positiven Aspekten. Ihr Naschkatzen da draußen könnt euch freuen, denn Schokolade hat nachweislich einige positive Auswirkungen auf den Körper!

Gerade dunkle Schokolade enthält einen hohen Anteil an Antioxidantien. Genau genommen sind in Kakaosamen eine Menge Polyphenole und Flavonoide vorhanden. Diese Stoffe sind dafür bekannt die freien Radikale in den Zellen unschädlich machen zu können. Das ist insofern positiv, da freie Radikale schwere Krankheiten auslösen können. Dazu gehören beispielsweise Infarkte, Arthritis und Krebs. Gerade Flavonoide können aber genau dem entgegenwirken! Sie gelten zudem als Blutdrucksenkend und können offenbar auch den Blutzuckerspiegel regulieren. Besonders Catechine - Stoffe, die zu den Flavonoiden gehören - haben positive Effekte auf den Körper. Du kennst diese Stoffe vielleicht schon von Grün- und Schwarztee. Catechine sind wahre Alleskönner - sie können Stresshormonen entgegenwirken, verschiedene Bakterienstämme im Körper abtöten und sogar Entzündungen vorbeugen! Und jetzt kommts: In dunkler Schokolade sind viermal so viele Catechine enthalten, wie in Tee. Das bedeutet aber leider nicht, dass Schokolade auch viermal so gesund ist wie Tee. Trotzdem gilt, wenn du dir beim Kaffeekränzchen eine Tasse Tee und ein Stück Schokolade gönnst, machst du sicher nichts falsch!

Außerdem konnte wissenschaftlich belegt werden, dass Schokolade die Durchblutung des Gehirns anregen kann. Das hat ähnliche Auswirkungen wie der Konsum von Kaffee und kann dazu führen, dass bestimmte Aufgaben besser gelöst werden können und die Wachsamkeit des Gehirns für kurze Zeit erhöht wird. 

Letztendlich gilt aber immer - dosis facit venenum. Auch dunkle Schokolade sollte nur in kleinen Mengen zu sich genommen werden, denn auch diese ist eine verarbeitete Süßigkeit und enthält eine Menge Fett, Zucker und somit auch Kalorien. Bekanntlich sind gerade Fett und Zucker sehr schlecht für den Körper. Sie können Diabetes begünstigen, sind zudem schlecht für die Zähne und die Haut. Es tut uns leid, wenn wir dir mit dem obigen Text eventuell zu viele Hoffnungen gemacht haben, leider solltest du gerade weiße und Vollmilchschokolade nicht hemmungslos in dich hineinstopfen. Diese beiden kleinen Sünden enthalten weniger Flavonoide, aber zugleich mehr Fett und Zucker. 

So, den ersten Mythos rund um das Thema Schokolade haben wir geklärt. Jetzt kommen wir zur zweiten Aussage: Schokolade macht glücklich. Aber stimmt das? 

Fast jeder kennt es, man ist gestresst, oder traurig, oder frustriert, oder sauer, oder beleidigt, oder einfach nur schlecht drauf. Und was hilft da? Was verbessert die Laune augenblicklich? Natürlich, ein kleines Stückchen Schokolade. 

Das Problem hierbei ist nur, dass das aus wissenschaftlicher Sicht leider gar nicht stimmt. Für die Schokoladen-Glücksgefühle soll der Stoff Phenylethylamin sein. Die gute Nachricht ist: dieser ist auch tatsächlich in Schokolade enthalten. Der Stoff wirkt auf die Neurotransmitter in deinem Gehirn und sorgt dafür, dass das Glückshormon Serotonin freigesetzt wird. Die schlechte Nachricht: Die Wirkung von Phenylethylamin ist wissenschaftlich noch sehr umstritten und die in Schokolade enthaltene Menge ist sehr gering - gerade mal so hoch wie in Käse. Auch die anderen Stoffe, die in Schokolade enthalten sind und für Glücksgefühle sorgen sollen, wie Theobromin, Phenethylamin, Cannabinoidamid und Tryptophan sind leider in zu geringer Menge in Schoki enthalten, um merkliche Auswirkungen hervorzurufen. Streng wissenschaftlich betrachtet, gilt die Aussage, dass Schokolade glücklich macht, also leider nicht. 

Schokolade kann aber trotzdem als Seelentröster fungieren. Aber das funktioniert nur, wenn wir auch wollen, dass die kleine Sünde ihre Magie freisetzt. Das bedeutet, Schokolade hat aus psychologischer Sicht positive Effekte auf deine Stimmung, denn wer den Genuss von Schokolade mit etwas Positivem verbindet, kann durch ein Stückchen der kleinen Sünde tatsächlich bessere Laune bekommen. Das liegt nicht daran, dass Schokolade ein psychologisches Wundermittel ist, sondern schlicht daran, dass das Gehirn gelernt hat, Glücksgefühle auszuschütten, wenn du dir etwas Schokolade gönnst! Die Schokolade nimmt dann quasi eine Belohnungsfunktion an und dein Körper schüttet nach dem Konsum automatisch die Neurotransmitter Dopamin und Endorphine frei. 

Wir hoffen, dass wir mit diesem Blogbeitrag ein wenig Licht ins Dunkel rund um den Mythos Schokolade bringen konnten. Aber lass uns dir noch einen letzten Tipp mit auf den Weg geben - Bitter Chocolate is better chocolate. Wie vorher schon erwähnt enthält dunkle Schokolade weniger Zucker und weniger Kalorien im Vergleich zu ihren süßen Konkurrenten - der weißen und der Vollmilchschokolade. 

Es gilt aber generell, ein kleines Stückchen Schokolade schadet nicht, denn Schokolade kann uns glücklich machen. Und wenn du sonst auf ausgewogene und gesunde Ernährung achtest, dich regelmäßig bewegst und dir über deine Gesundheit bewusst bist, kann die kleine Sünde in kleinen Mengen gar nicht schlecht sein! 

  • https://www.gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/suesses/schokolade-gesund-oder-ungesund
  • https://www.welt.de/gesundheit/article139205008/Schokolade-ist-gesund-und-gut-fuer-die-Figur.html
  • https://www.ndr.de/ratgeber/kochen/warenkunde/Schokolade-Welche-Inhaltsstoffe-stecken-drin,schokolade179.html 

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