CED – Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Blogbeitrag CED

Die Abkürzung CED steht für chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Diese Gruppe umfasst unter anderem die Krankheiten Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Obwohl es sich um unterschiedliche Krankheitsbilder handelt, haben sie auch einige Gemeinsamkeiten. Aus diesem Grund können sie nicht immer klar voneinander unterschieden werden. In diesem Fall spricht man von einer unbestimmten Kolitis. In Deutschland entwickeln jährlich 12 von 100.000 Menschen eine neue CED. Auffällig ist, dass die meisten Betroffenen in Nordeuropa und Nordamerika leben. Unser westlicher Lebensstil scheint ein Risikofaktor für chronisch entzündliche Darmerkrankungen zu sein. Leider ist die genaue Ursache von CED wissenschaftlich immer noch nicht abschließend geklärt.

Was passiert bei CED?

Das Abwehrsystem des Darms muss immer wieder entscheiden, ob es sich bei dem Darminhalt um nützliche Nährstoffe oder um schädliche Fremdsubstanzen handelt. Die Darmschleimhaut ist die Barriere für solche Fremdsubstanzen und verhindert, dass sie in die Darmwand eindringen. Bei einer CED ist die Darmschleimhaut verändert und diese Barriere geschwächt. Auf diese Weise können sowohl harmlose als auch schädliche Substanzen in die Darmwand gelangen. In beiden Fällen löst dies eine Abwehrreaktion des Immunsystems aus, die zu Entzündungen führt. Diese Entzündung schädigt das Darmgewebe. 

Wie bemerkt man eine CED?

CEDs treten periodisch auf, d.h. Phasen mit Symptomen wechseln sich mit symptomfreien Intervallen ab. Die Stärke, Dauer und Häufigkeit solcher Rückfälle variieren stark und können schlecht vorhergesagt werden. 

Typische Symptome während eines CED-Rückfalls sind: 

  • Durchfall (oft schleimig) und Magenschmerzen 
  • 35% der Betroffenen leiden an Symptomen außerhalb des Verdauungstrakts - betroffen sein können Gelenke, Haut, Augen, Leber und Knochen
  • Bei Kinder und Jugendliche kann es zu Gewichtsverlust und Wachstumsstörungen kommen

Unterschiede zwischen Colitis ulcerosa und Morbus Crohn?

Morbus Crohn

  • Kann im gesamten Verdauungstrakt (Mund bis Anus) auftreten
  • Es kommt zu einem segmental-diskontinuierlichen Befall, das heißt entzündete Segmente des Verdauungstrakts wechseln sich mit entzündungsfreien Segmenten ab
  • Die Entzündung der Darmwand erstreckt sich über alle Schichten der Darmwand 

Colitis Ulcerosa

  • Betrifft nur den Dickdarm und das Rektum
  • Die Entzündung breitet sich kontinuierlich von “hinten” nach “vorne” (d.h. von anal nach oral) aus
  • Nur die oberste Schicht der Darmwand, die Darmschleimhaut, ist entzündet

Wie lassen sich CED behandeln?

Der Morbus Crohn ist zum jetzigen Stand nicht heilbar, die Colitis Ulcerosa lässt sich durch eine operative Entfernung des Dickdarms und Rektums heilen. Die Behandlung erfolgt multimodal und kann bei vielen Patienten eine gute Kontrolle der Symptome bewirken und zu einer hohen Lebensqualität führen. Auch Probiotika können bei der Behandlung zum Einsatz kommen. 


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