Was passiert beim abnehmen in deinem Körper?

Was passiert beim abnehmen in deinem Körper?

In der Theorie ist der entscheidende Faktor beim Abnehmen die Energiebilanz. Eine negative Energiebilanz bedeutet, dass wir mehr Kalorien verbrennen, als wir zu uns nehmen. So entsteht ein kalorisches Defizit und wir verlieren über kurz oder lang mehr oder weniger Gewicht. So viel zur Theorie, denn oftmals ist es nicht ganz so leicht. Es gibt viele Menschen, die Essen nach eigenen Angaben sehr wenig und nehmen trotzdem nicht ab. Weil hier weitere Faktoren, wie Hormone, Darmbakterien, Bewegung oder auch die falsche Nahrungszusammensetzung eine große Rolle spielen. Für uns steht eine langfristige Anpassung des Körpergewichts hin zum persönlichen 

Wohlfühlgewicht im Vordergrund. Dabei liegt der Fokus nicht immer auf großen Gewichtsverlusten, denn bereits eine geringe Gewichtsreduktion (ca. 5 kg) senkt die Risikofaktoren für beispielsweise Adipositas, Diabetes Typ 2 oder Bluthochdruck.

Durch körperliche Bewegung und Sport können wir unsere Atemfrequenz erhöhen und somit auch unseren Stoffwechsel ankurbeln. Weitere positive Nebeneffekte sind eine verbesserte Schlafqualität, mehr Energie, ein geringeres Stresslevel durch einen niedrigeren Cortisol-Spiegel und somit auch weniger Heißhunger auf süße und fettige Speisen.

 

WARUM WIR VON STRIKTEN DIÄTEN ABRATEN

 Warum scheitern 90 % der Diäten? Bei den meisten Diäten geht es um Folgendes: Über einen bestimmten Zeitraum möglichst schnell, möglichst viel Gewicht zu verlieren. Dabei gilt es zahlreiche Regeln zu beachten und sich an diverse Vorgaben zu halten. Meistens werden bestimmte Lebensmittel oder Lebensmittelgruppen gemieden oder stark reduziert. Kalorien werden akribisch gezählt. Es wird auf einen Makronährstoff explizit verzichtet (Fett oder Kohlenhydrate) oder es wird nur noch ein bestimmtes Lebensmittel (z. B. Kohlsuppendiät) gegessen.

 Für uns hat das meiste davon nichts mit Genuss und Lebensqualität zu tun und ist zudem eine hohe Belastung für Körper und Psyche. Denn wenn wir uns über einen längeren Zeitraum unterkalorisch ernähren, fährt der Körper in eine Art Energiesparmodus, d.h. unser Gehirn passt unseren Stoffwechsel entsprechend an und sichert alle überlebenswichtigen Funktionen. Wir fühlen uns schlapp, energielos, sind ständig müde oder haben Kopfschmerzen.

 Im Extremfall kann der Körper seine Energie nicht mehr aus der Nahrung gewinnen, sondern baut nach und nach Muskelmasse zur Energiegewinnung ab. Bei einer starken Restriktion von bestimmten Lebensmitteln oder einer extrem einseitigen Ernährung besteht ein hohes Risiko für einen Mikronährstoffmangel und den entsprechenden Begleiterscheinungen.

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